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Die Besemfelder-Stiftung
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Die „hohen ethischen und moralischen Werte im deutschen Lied“, die Besemfelder in seinem Testament hervorhebt, erläutern zugleich, was der Stifter unter „volksbildender Musik zur Laute“ versteht. Deren Förderung einschließlich entsprechender Literatur nennt er neben der Erhaltung seines künstlerischen Schaffens für die Allgemeinheit als Zweck der Stiftung. Ausdrücklich erwünscht ist die Unterstützung junger Musik-Talente, denen die Instrumentensammlung zugänglich gemacht werden soll.
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Die Errichtung der Stiftung und die Genehmigung
ihrer Satzung durch das Bayerische Kultusministerium
konnte der erste Stiftungsvorstand
Egon Beer erst am 5. Dezember 1972 erreichen.
Die vom Stifter dafür vorgesehene Person stand
nicht zur Verfügung und es mussten zahlreiche
Vermächtnisse abgewickelt werden. Beer war
vom Bayerischen Sängerbund vermittelt worden,
stand der Stiftung bis zu seinem Tod 1998
vor und förderte in dieser Zeit u. a. Projekte
der Blindeninstitutsstiftung. Von ihm übernahm
Michael Lohner, Geschäftsführer der Südbayerischen
Wohn- und Werkstätten für Blinde und
Sehbehinderte, 1999 die Leitung.
Lohner knüpfte erneut Kontakt zu ehemaligen
Schülern Besemfelders; besonders Otto Neudert
in Memmingen, auf den bereits der Stifter in
seinem Testament hingewiesen hatte, konnte
in offenen Fragen weiterhelfen.
Der Stiftungsvorstand verstand es, die Satzung
in zeitgemäßer Form fortzuschreiben. So entstand
u. a. die fruchtbare Zusammenarbeit mit
der Musikschule in Inning am Ammersee, die
entscheidende Impulse von dem großen niederländischen
Musikpädagogen Pierre van Hauwe
empfing, die Konzeptionen von Carl Orff und
Zoltan Kodaly integrierte, und nach der Pädagogik
Maria Montessoris arbeitet. Die musikalische
Früherziehung der Kinder beginnt in Inning mit
vier Jahren und eine eigene Volksmusik-Gruppe
erweitert das Spektrum in Richtung Folkmusik.
Zugleich erhalten auch einzelne Konzertauftritte
von Ensembles wie Fei Scho und der Fraunhofer
Saitenmusik eine Förderung. Der bekannte Gitarrist
Sepp Eibl, selbst Leiter einer Musikschule
und Autor von Volksmusik-Sendungen im Fernsehen,
spielt auf einer Hauser-Laute, die ihm noch
vom Stifter selbst zur Verfügung gestellt wurde.
In jüngster Zeit gibt es auch erste Kontakte zu
der Hermann Hauser Guitar Foundation und so
schließt sich in gewisser Weise wieder der Kreis.
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